Warum Revision? (Überholung, Reinigung)

Ein perfektes Funktionieren der mechanischer Abläufe in einer Uhr steht und fällt mit dem Öl. Die Eigenschaft des Öls kann man sich vorstellen wie bei der Lagerung eines Kugellagers. Der Zapfen im Lager schwimmt auf dem Öl auf und die Metalle berühren sich nur sehr wenig und damit ist eine verlustarme Kraftübertragung gegeben.

Das mechanische Uhrwerk unterliegt aber einem natürlichen Verschleiß. Durch Abrieb an mechanischen Reibungsstellen (z.B. Lager und Zapfen), durch Alterung des Öls und durch eine Anreicherung des Öls mit Staub und Siliciumpartikeln, die in unserer Luft schweben, ist die Gleiteigenschaft des Öls nicht mehr gegeben, bzw. das dreckige Öl wirkt dann wie Schmirgel in den Lagern. Die Lager laufen aus, die Zapfenoberflächen bekommen Riefen und der Reibungsverlust erhöht sich. Dann kommt noch hinzu, dass der Eingriff zwischen Rad und Trieb nicht mehr optimal positioniert ist und auch dort werden Kraftverluste auftreten. Außerdem hat das Öl die Eigenschaft sich auf der Oberfläche zu verbreiten und somit aus den Lagern zu „verschwinden“. Wenn die Lager dann kaum noch Öl haben ist die Gleiteigenschaft fast weg und ein Lagerschaden entsteht.

Das Resultat ist ein Stehenbleiben der Uhr, weil kaum noch Kraft mehr an das Schwingsystem ankommt.

Aus diesem Grund muss oder sollte in regelmäßigen Zeitabständen eine Revision (Überholung, Reinigung) durchgeführt werden.

Bei Armbanduhren ist es erforderlich diese Revisionen alle 4-5 Jahre durchzuführen, bei Großuhren spätestens nach 10 Jahren.